Die Geldschöpfung der Banken!

Share Button

Unter Geldschöpfung versteht man das erzeugen von Geld. Die meisten Menschen gehen davon aus, dass der Staat sein eigenes Geld über die Zentralbank, in Deutschland die Bundesbank, schafft. Jedoch erzeugt die Bundesbank über die EZB nur etwa 10% der umlaufenden Geldmenge als gesetzliches Zahlungsmittel. Die restlichen 90% der Geldmenge wird von den Geschäftsbanken erzeugt (geschöpft), indem sie Kredite vergeben (Geldschöpfung aus Kredit = Schuldgeld).

Wie funktioniert diese Geldschöpfung

Bei der Kreditvergabe geht der Kreditnehmer die Verpflichtung ein, seinen Kredit zurückzuzahlen und unterlegt diese Verpflichtung mit einem Pfand (Sicherheit) zur Erhöhung des Vertrauens. Die Bank verpflichtet sich gegenüber dem Kreditnehmer den Kreditbetrag auf seinem Konto gutzuschreiben. Das besondere dabei ist: Die Bank nimmt dafür kein existierendes Geld von Anlegern, Sparern oder bei sonstigen Banken geliehenes Geld, sondern schöpft es neu, indem sie sich gegenüber dem Kreditnehmer verpflichtet jederzeit auf Anforderung den Kredit auch in bar auszuzahlen, was jedoch in der Praxis des heutigen bargeldlosen Zahlungsverkehrs kaum noch vorkommt. So erzeugt die Bank durch die Verpflichtung, den Kredit jederzeit in bar auszuzahlen, den Anschein einer dauerhaft bestehenden Verbindlichkeit. In dem System der doppelten Buchführung ist die Bank nun dazu verpflichtet eine Gegenbuchung zu der Verbindlichkeit vorzunehmen, das ist die Forderung an den Kreditnehmer auf Rückzahlung des Kredits. Das Geld ist durch diese zwei Buchungen entstanden (Buchgeld), wodurch sich die Bilanz der Bank auf der Aktivseite durch die Forderung und auf der Passivseite durch die Verbindlichkeit verlängert. Zusammenfassend kann also festgehalten werden, dass Banken Geld erzeugen, indem sie die Forderung an den Kreditnehmer auf Rückzahlung des Kredits damit begründen, dem Kreditnehmer das gesetzliche Zahlungsmittel noch zu schulden. Dieses Buchgeld, das auch als Giralgeld bezeichnet wird, ist kein gesetzliches Zahlungsmittel.

Kaum ein Bankkunde weiß, dass er bei der Einzahlung von Bargeld auf sein Bankkonto, gesetzliche Zahlungsmittel (Zentralbankgeld) gegen einen Schuldschein (privates Bankgeld) der Bank eintauscht, bei der das Konto geführt wird. Bankkunden tauschen also höherwertige gesetzliche Zahlungsmittel gegen minderwertige private Zahlungsmittel ein. Während hinter dem gesetzlichen Zahlungsmittel (Euro) die Europäische Zentralbank (EZB) steht und das von ihr ausgegebene Geld durch die Wirtschaftsleistung und Steuereinnahmen der Länder der Eurozone gedeckt ist, wird das Buchgeld nur durch das geringe Eigenkapital der einzelnen Bank gedeckt, bei der das Konto geführt wird. Aus dem Mißverhältnis der Geldmenge, die sich zu 10% aus gesetzlichen Zahlungsmitteln und zu 90% aus Kreditgeld zusammensetzt, das nur durch Versprechen auf Rückzahlung von heute oft überschuldeten Staaten, Banken, Unternehmen und Privatpersonen gedeckt ist, ergibt sich die Minderwertigkeit der Schuldscheine von Banken (Kontoauszug über Buchgeld) gegenüber gesetzlichen Zahlungsmitteln (Bargeld bzw. Zentralbankgeld).

Inflationsschutzbrief beschreibt Geldschöpfung aus Kredit

Rechtliche Grundlage der Buchgeldschöpfung

Laut aktuellen Angaben der Deutschen Bundesbank „gibt es keine direkt rechtliche Regelung“. Auf ihrer Webseite hat die Bundesbank in 2014 einige Erläuterungen zur rechtlichen Grundlage der Geldschöpfung veröffentlicht: „Die Möglichkeit zur Buchgeldschöpfung durch Banken wird vom deutschen Recht vorausgesetzt“ (?). „Die Buchgeldschöpfung und andere Tätigkeiten der Banken sind grundsätzlich der Aufsicht nach dem Kreditwesengesetz (KWG) und weiteren Gesetzen unterworfen. Da eine übermäßige Buchgeldschöpfung durch die Geschäftsbanken das vom Eurosystem verfolgte Ziel der Preisstabilität gefährden könnte, verfügt das Eurosystem über geldpolitische Instrumente wie die Mindestreservepflicht und die Offenmarktgeschäfte, die es zur Gewährleistung von Preisstabilität einsetzen kann. Tatsächlich wird bei der Kreditvergabe durch eine Bank stets zusätzliches Buchgeld geschaffen. Für eine Kreditvergabe ist eine Bank also nicht darauf angewiesen ist, dass ihr zuvor Spar- oder sonstige Einlagen zugeflossen sind. Die weit verbreitete Vorstellung, dass eine Bank auch altes, schon früher geschöpftes Buchgeld, z.B. Spareinlagen, weiterreichen könne, wodurch die volkswirtschaftliche Geldmenge nicht erhöht wird, trifft nicht zu“.

Bewertung

Es mag in der Vergangenheit gute Gründe gegeben haben, die Geldschöpfung der Geschäftsbanken als Instrument eines angestrebten Wirtschaftswachstums einzusetzen, weil damit Unternehmen oder sonstige Projekte finanziert werden können, die erst in der Zukunft Gewinne abwerfen. Das funktioniert nur dann, wenn die Geldmenge nicht zu eng an das Wirtschaftswachstum gekoppelt ist. Auch die Einführung der elektronischen Bezahlsysteme im letzten Jahrhundert mag für die Aufrechterhaltung dieser Form der Geldschöpfung gesprochen haben. Wenn es jedoch an Instrumenten und Institutionen fehlt, die eine effektive Kontrolle und Begrenzung der Geldmengenausweitung durch die Geschäftsbanken sicherstellen, darf es niemanden wundern, wenn diese Geldschöpfung mißbraucht und das Geldsystem pervertiert wurde, wie zwischen 1971 und 2008 geschehen. Das Geldsystem befindet sich seither im Ausnahmezustand (siehe Geldsystem-Krise).

Kritik an der Geldschöpfung

Von vielen Seiten wird zurecht Kritik an dieser Form der Geldschöpfung durch Geschäftsbanken geübt. Problematisch sei, dass durch die Geldschöpfung der Geschäftsbanken eine überschießende Geldmenge erzeugt werde, die regelmäßig zu Blasenbildungen führt. Platzen diese Blasen, weil die Geschäftsbanken die vorher verstärkte Kreditvergabe anschließend wieder einschränken, wodurch ein Liquiditätsmangel entsteht, führt das in der Wirtschaft verstärkt zu Insolvenzen und Firmenübernahmen. Der dadurch ausgelöste Konzentrationsprozess begünstige große Konzerne bzw. alle kapitalkräftigen Unternehmen zulasten von Existensgründern und Mittelständlern. Ein weiteres Beispiel für die Umverteilung von unten nach oben. Aus diesen Gründen solle die Geldschöpfung ausschließlich der Kontrolle einer demokratisch legitimierten Institution (einer vierten Säule der Gewaltenteilung in Deutschland), der Monetative obliegen, fordern Prof. Joseph Huber u.a. (siehe Monetative e.V.)!

Der Wirtschaftsprüfer und auch als Buchautor sehr aktive Universitätsprofessor Michael Schemmann kritisiert, dass sehr viele Wirtschaftsprüfer genau wüssten, dass diese Art der Geldschöpfung durch die Geschäftsbanken im Grunde Betrug sei, weil die international geltenden Bilanzierungsrichtlinien des IASB und FASB von den großen Geschäftsbanken nicht beachtet ja geradezu ignoriert würden (siehe „Ten Day Banker“). Jedoch traue sich kaum ein Wirtschaftsprüfer dieses Verhalten öffentlich zu machen. Der Volksmund kennt hierfür den Spruch: „dessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing“.

Der emeritierte Prof. Bernd Senf fragt, mit welchem Recht die Banken den aus der Geldschöpfung erzielten Gewinn vereinnahmen und wieso die Wirtschaftswissenschaften die Geldschöpfung und die Funktionsweise der Banken so lange nicht kritisch hinterfragt haben. In vielen Büchern wie „Der Nebel um das Geld“ hat er die Fakten analysiert, diesen Zustand kritisiert und weitere Autoren wie Horst Seiffert zu eigenen Analysen angeregt („Geldschöpfung – die verborgene Macht der Banken“). Das besondere an der Analyse von Horst Seiffert ist, dass er die Vorteile der Geldschöpfung für Banken nicht aus der Sicht einer einzelnen Bank, sondern aus des Sicht des gesamten Bankensystems betrachtet.

Universitätsprofessor Franz Hörmann erregte nicht nur mit dem Buch „Das Ende des Geldes“ sondern auch große Aufmerksamkeit, als er bei Beckmann, in 2011, dem ehem. Finanzminister Theo Weigel und dem damals amtierenden Wirtschaftsminister Philipp Rösler aufzeigte, dass es doch nicht sehr logisch sei, wenn Banken Forderungen an ihre Kreditnehmer mit einer eigenen Schuld begründen.



Quelle:

header-dach


ZURÜCK ZUM BLOG

Veröffentlicht in BLOG

2 Kommentare

  1. Ich moechte zum Thema Geldschoepfung ein paar Anregungen zum Verstaendnis beitragen.
    Aus den naturwissenschaftlichen Erkenntnissen und internationalen Vereinbarungen der ISO Normen ist die Definition von einem Meter, der Masse in N ( Newton) , die Zeit in h, in der Elektrik , Volt, Ampere, Ohm , etc. exakt bekannt, und aus diesem Wissen haben die Techniker und Ingeniuere die moderne technische “Umwelt” erschaffen.
    Es ist die einheitliche Sprache der Wissenschaft, welche das Fundament in Naturwissenschaft und Technik ist. Ein Meter , eine Stunde , in Asien oder sonstwo auf diesem Planeten, hier herrscht eine klare Uebereinkunft.
    Doch wer hat den Wert von einem Gramm Edelmetall,den Wert 1 beim US$, beim Euro, beim Rubel, etc. bestimmt ? Wer bestimmt die Werthaltigkeit der verschiedenen Waehrungen untereinander ? Wie ist es definiert, wer bestimmt das es jenen, oder gar keinen Wert hat, wo ist die Naturwissenschaftliche gemeinsame Basis?
    Ob wir wollen oder nicht, die Erkenntnis ist, es gibt keinen gemeinsamen Nenner. Es ist das perfekte Werkzeug, der Illusion, in den Haenden von wenigen, um die verschiedenen Waehrungsraeume gegeneinander auszuspielen, mit Unterstuetzung der Politik und der Rechtspfege, mit dem Ziel, in den jetzigen nationalen Volkswirtschaften groesst moegliche arbeitsfreie Einkommen (parasitaere) Strukturen zu realisieren.

    Beispiel 1:
    Schauen wir uns ein normales Tauschgeschaeft an.
    Ein Mensch hat sich im Laufe der Jahre ein paar Goldbarren als Reserve fuer schlechte Zeiten erworben.
    Wegen schlechter “Wirtschaftslage” hat sein Boss Ihn gekuendigt. Nach ein paar Wochen muss er feststellen, dass seine Barreserven verbraucht sind . Nunmehr ist er gezwungen seine Goldbarren in Bargeld zu tauschen. Also zur Bank. Diese tauscht das Gold zum Tagespreis in Geld. Absolut normales Geschaeft. Bargeld, Cash auf die Hand. Und beide Seiten sind zufrieden.

    Frage:
    Wie wuerdest DU Leser dieser Zeilen, Dich verhalten, wenn Du beim Tausch von deinem Gold, in den schriftlichen Formalitaeten erkennen must, dass Du hier einen Vertrag unterschrieben hast, aus dem zu entnehmen ist, dass Du den Wert des Goldes in monatlichen Raten an die Bank zusaetzlich bezahlen musst ?!

    Da die goesste Anzahl der Menschen kein Gold hat, aber finanzielle Hilfen zur Realisierung der persoenlichen Ziele benoetigt, ist die Hilfe der Banken ein Angebot. Denn die Banken haben ja (noch) die Lizenz vom Staat, als Bank zugelassen zu sein. Du, als NICHT Bank hast keine Lizenz vom Staat!!

    Beispiel 2:
    Du brauchst z. B. 10000 Euro. Du bist ausgestattet mit einem festen Arbeitsplatz, hast ein lastenfreies Haus und Grundstueck , somit Kreditwuerdig!
    Hin zur Bank. Nach ein paar Formalien , Deine Unterschrift unter dem Kreditvertrag , und der Mitarbeiter der Bank stellt Dir die 10.000 Euro auf Dein Girokont ein. Dieser Vorgang geschieht in grosser Zahl, jeden Tag, in allen Banken dieser Erde. “Taegliche Normalitaet” ??

    Doch was geschieht tatsaechlich in diesem Vorgang, der Einkaufes von einem Kredit. Dein bewilligter Kredit ist mit Deiner Unterschrift unter den Kreditvertrag, Deine Einlage in die Bank.
    Und diese Deine Einlage verkauft die Bank an Dich als Kredit. Die Bank hatte vor Deiner Unterschrift unter Deinen Kreditvertrag kein Geld !.
    Die Bank hat soeben Giralgeld ueber die vorhandene Banklizenz Geld geschoepft. Geld aus Luft, absolute nicht Werthaltig. Nur Nullen im Komputersystem der Banken.
    Relevant ist immer nur

    DEINE Unterschrift

    Denn Du bist das Gold.

    im Kontrakt.

    In der Abgabe Deiner Sicherheiten bis D U das in Form der Unterschrift plus der Sicherheiten. Ueber diesen Sachverhalt bist Du nie informiert worden.

    Fakt ist, dieser Vorgang ist ein Wertetausch.

    Die Bank nimmt nun Dein Arbeits und Werte Vermoegen mit Deiner freiwilligen Unterschrift unter den Kreditvertrag in “Besitz”, denn wenn Du aus welchen Gruenden auch immer, nicht die monatlichen Pflichten erfuellst, wird Dir die Bank mit der Hilfe der Justiz, Dein Eigentum pfaenden.
    Wo ist nun der Unterschied von Beispiel 1 zum Beispiel 2.
    Beispiel 1: ein normales Handelsgeschaeft
    Beispiel 2: Taeuschung im Handelsgeschaeft und im Rechtsverkehr, geduldeter Raub mit der Hilfe der Politik und der sogenannten Rechtspflege.
    Ich nenne es: eine seit vielen Jahrzehnten die geduldete organisierte Bandenbildung, bestehend aus Banken, Politik und Justiz, mit dem Ziel, die Arbeitsleistungen von Menschen und Voelkern mit dem universellen Werkzeug “Geld” auszurauben.
    Ein super geniales Geschaeftsmodell !!

    Die geplante Verelendung und Auspluenderung der Menschen ist ein Fakt. Geldmangel gibt es nicht. Es gibt nur einen unendlichen persoenlichen Mangel an der persoenlichen Bereitwilligkeit die Funktion der Geldschoepfung erkennen zu wollen.
    Die Aufloesung des Mangels ist doch bereits geschehen, denn die FUELLE liegt in der Tatsache begruendet, dass seit dem 25.12.2012 in der BIZ in Basel fuer jeden M E N S C H E N dieser Erde 10 Mrd. US$ gesichert wurden. ( Siehe Paradigmareport).
    Damit ist fuer jeden Menschen aus diesem vorhandenem Vermoegen ein BGE von z.B. 3000 Euro monatlich ohne weiteres moeglich. Das reicht locker fuer einige dutzend Generationen Menschen.

    Nur, der Haken ist der, de jure gibt es in D keine Menschen, nur Personen!!

  2. Bei jeder Kreditvergabe erzeugen Banken Geld aus dem Nichts. In den Lehrbüchern steht es anders. Doch der deutsche Finanz-Professor Richard Werner hat es 2014 empirisch nachgewiesen. Jetzt publiziert endlich auch die Deutsche Bundesbank auf ihrer Website die Wahrheit. Das muss Konsequenzen haben. Es kann doch nicht sein, dass die Nationalökonomen die Geldschöpfung der Banken ignorieren und ratlos zusehen, wie eine Krise entsteht und 10 Jahre andauert.

    Jetzt steht die Welt der Ökonomen Kopf. Denn nun schreibt endlich auch die deutsche Bundesbank auf ihrer Website Klartext und hat mit dem Märchen über die Geldschöpfung aufgeräumt.

    Die neue Darstellung lautet:

    „Wenn eine Bank einen Kredit gewährt, kann sie diesen … dadurch finanzieren, dass sie den entsprechenden Betrag an Buchgeld selbst schafft. Sie verbucht auf der Aktivseite ihrer Bilanz den gewährten Kredit als Forderung an den Kreditnehmer, auf der Passivseite ihrer Bilanz schreibt sie dem Kreditnehmer den Kreditbetrag auf dessen Konto als Sichteinlage gut.“

    Neu an dieser Darstellung ist das Eingeständnis, dass hier eine Geldschöpfung (-entstehung) bei den Geschäftsbanken ohne irgendwelche Voraussetzungen – wie Verfügung über ausreichende Spareinlagen – durch Kreditvergabe stattfindet.

    Mit anderen Worten: Die Banken scheffeln Geld aus dem Nichts/aus Luft, indem sie nach Unterschrift unter einen Kreditvertrag „Buchgeld“ auf einem Kundenkonto als „Sichteinlage“ gutschreiben. Mit einer simplen Buchungszeile am Computerbildschirm.

    Dieses Geld wird auch Giralgeld oder Fiatgeld (engl. fiat money) genannt. Letzteres abgeleitet vom lateinischen Bibelzitat aus der Schöpfungsgeschichte „Fiat !“; zu deutsch: „Es werde !“.

    Fiatgeld ist ein Objekt ohne inneren Wert, das als Tauschmittel dient. Das Gegenteil von Fiatgeld ist Warengeld, das z.B. als Gold, Silber oder auch Tabak und Reis, neben dem äußeren Tauschwert auch einen inneren Wert besitzt, der unabhängig von Regierungserlässen ist, solange damit bezahlt werden darf.

    Betrug in Reinkultur bei der Verrechnung von Zinsen und Spesen

    Die Buchgeldschöpfung ist also ein ziemlicher Schwindel. Und damit auch die Behauptung von Banken über angebliche „Refinanzierungkosten“ oder sonstige Aufwendungen bei der angeblichen Beschaffung des Gelds für den Kredit.

    Das betrifft natürlich auch die Fremdwährungskredite. Da verrechnen die Banken ungeniert Konvertierungsspesen, einen für den Kunden ungünstigen Wechelkurs bei jedem Roll-over-Termin usw. Das aber ist Betrug in Reinkultur. Bis sich die hochoffizielle Message aber bis Gerichtssachverständigen, Richtern und Staatsanwälten durchgesprochen hat, wird noch viel Wasser den Rhein und die Donau hinunterfließen.

    Buchgeld schafft eine Bank auch, wenn sie dem Kunden einen Vermögenswert abkauft und den Zahlbetrag auf dessen Konto gutschreibt. Der Kunde kann den gutgeschriebenen Betrag für Überweisungen nutzen oder auch in bar abheben. Typischerweise vergüten die Banken ihren privaten Kunden für Sichteinlagen auf dem Girokonto nur niedrige oder gar keine Zinsen.

    Aus Sicht der Bank ist diese Sichteinlage auf dem Kreditkonto des Kunden eine Verbindlichkeit – sie schuldet dem Kontoinhaber dieses Geld. Ab dem Moment der Verwendung befindet sich das Geld dann im Wirtschaftskreislauf. Eine Gelderzeugung aus Luft, aus dem Nichts. Mit einer einzigen Buchungszeile.

    Zahlt der Kunde das Geld an die Bank zurück, verschwindet es auch bei der Bank.

    Mit der neuesten Darstellung der Geldschöpfung seitens der Deutschen Bundesbank, immerhin erst 3 Jahre (!) nach der Bank von England , ist der Schwindel aufgeflogen, über den der berühmte Autoindustrielle Henry Ford 1946 sagte:

    „Würden die Menschen das Geldsystem verstehen, hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh.“

    Die gibt es zwar (noch) nicht. Aber wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass die Bürger aller westlichen Länder Jahrzehnte lang in eine ungebührliche „Zinsknechtschaft“ hineingezwungen wurden:

    Zinsen in ungerechtfertigter Höhe für eine einzige Buchungszeile am Computer für Geld aus dem Nichts. Und zusätzlich noch Gebühren. Beides nicht zu knapp, natürlich.

    Kein Wunder, dass sich Banken an ihrem jeweiligen Standort regelrechte Paläste bauen. Und überdurchschnittliche Gehälter für ihre Angestellten zahlen – Schweigeprämie inklusive. Wäre das alles maßvoll, könnten auch die Kreditzinsen niedriger sein.

    Bisherige Lehrmeinungen waren irreführende Märchen

    Die bisherige falsche Lehrmeinung, auch vom früheren Vorstandsdirektor der Bundesbank bzw. der EZB, Otmar Issing, in seinem Buch über Geldtheorie vertreten, lautete: Die Bank nimmt als „Intermediär“ Spargelder herein und verleiht diese als Kredite. Mit diesem Märchen ist jetzt Schluß. Es wurde auch nie empirisch nachgewiesen.

    Die neue Erkenntnis stand zwar im Monatsbericht der Bundesbank schon im April 2017. Aber es wird dauern, bis es sich zaghaft in den Elfenbeintürmen der Ökonomen verbreiten wird. Die Story vom Geld muss nämlich erst neu geschrieben werden.

    Jetzt sind alle Geldtheoretiker jedenfalls gezwungen endlich anzuerkennen, was der an der Universität Southampton in England lehrende deutsche Finanz-Professor Richard Werner schon 2014 empirisch nachgewiesen hat.

    Er hatte sich nämlich mit 3 kleineren deutschen Banken zur empirischen Beweisführung über den tatsächlichen Ablauf einer Krediteinräumung sowohl im Geldfluss als auch in der Buchhaltung der Bank verabredet.

    n seiner Begleitung war ein Team der öffentlich-rechtlichen englischen TV-Anstalt BBC. Es dokumentierte einwandfrei und unwiderlegbar den Nachweis, dass jede Geschäftsbank mit der Kreditvergabe eben Geld aus dem Nichts fabriziert („schöpft“). Damit war das Geheimnis der permanenten weltweiten wundersamen Geldvermehrung in Höhe mehrerer Billionen Dollars, Euros und anderer Währungen pro Jahr gelüftet.

    Ehe der Professor über diesen Nachweis eine umfassende Geldtheorie-Studie fertiggestellt hatte, preschte die Bank von England (BoE) vor und veröffentlichte in ihrem Quartalsbericht vom März 2014 die wahre Story der Geldschöpfung. Zugleich offenbarte sie, dass weltweit nur 3 % des alljährlich erzeugten neuen Geldes in Höhe von derzeit insgesamt rund 218 Billionen Dollar von Zentralbanken stammen. Und 97% oder fast 212 Billionen Dollar von den privaten Geschäftsbanken im Wege der Kreditvergabe aus dem Nichts erzeugt wurden.

    Eine weltweite Blamage für die Ökonomen

    Für die Ökonomen ist das natürlich mehr als peinlich. Es ist überdies ein neuerlicher Beweis für ihre Ignoranz – die nicht zu unterschätzen ist.

    Zumal es ja nach dem Börsen-Crash 1929 schon Aufregung um das Geldsystem gab und führende Köpfe der internationalen Hochfinanz Klartext redeten. Sir Josiah Stamp, Direktor der Bank of England 1928-1941, erläuterte z. B. 1927 in einem Vortrag an der University oft Texas:

    „Das moderne Bankensystem erzeugt Geld aus dem Nichts. Dieser Prozess ist vielleicht der erstaunlichste Taschenspielertrick, der jemals erfunden wurde. Bankgeschäfte wurden immer als ungerecht und sündhaft empfunden …

    Die Bankiers besitzen die Erde. Wenn Sie ihnen diese wegnehmen, ihnen aber die Macht zur Geldschöpfung lassen, dann werden sie mit einem Federstrich genug Geld schöpfen, um die Erde wieder zurückzukaufen…

    Wenn Sie ihnen diese große Macht nehmen, dann werden alle großen Vermögen, wie z.B. meines, verschwinden; und dann wäre dies eine bessere Welt, in der man glücklicher leben könnte …

    Aber, wenn Sie weiterhin die Sklaven der Bankiers sein und die Kosten Ihrer eigenen Sklaverei bezahlen wollen, dann lassen Sie es zu, dass die Bankiers weiterhin Geld schöpfen und die Kreditvergabe kontrollieren.“

    Marriner S. Eccles, Präsident des US-Federal Reserve Systems 1934-1948, erläuterte in einem Interview am 30. September 1940:

    „Wenn es in unserem System keine Schulden gäbe, dann gäbe es auch kein Geld.“
    Am 24. Juni 1941 wiederholte er vor dem Bank- und Währungskomitee des Repräsentantenhauses in Washington:

    „Geld wird nur aus dem Recht geschaffen, Kredite zu geben.“

    Mit der jüngsten Offenbarung der Bundesbank ist nun eine Reformation der Makroökonomik überfällig. Denn Geld und Kredit haben in der Weltwirtschaft einen immensen Einfluss auf die Güter- und Dienstleistungswirtschaft.

    Doch die Ökonomen haben das bisher nicht berücksichtigt, weil sie nichts von den Geheimnissen des Geldes verstehen. Ihre Lehrbuch-Theorien wurden allerdings schon angezweifelt, als sie weder vor der Subprime-Krise und dem Zusammenbruch des Weltfinanzsystems warnten; noch für die folgenden 10 Jahre kompetente Ratschläge für eine nachhaltige Erholung der strauchelnden Wirtschaft in den Industriestaaten parat hatten.

    Auch Star-Ökonomen wie Milton Friedman, der „Vater“ des Monetarismus, oder Wirtschaftsnobelpreisträger wie Josef Stiglitz haben sich der Realität nie gestellt. Warum nicht? Weil sie für Studien bezahlt werden. Und die müssen den Geldgebern natürlich genehm erscheinen.

    Selbstverständlich hat die Bankenwelt aber kein Interesse daran, dass jeder weiß, dass die Banken Geld selber aus Luft erzeugen und dafür Zinsen verlangen. Und dann womöglich Kreditkunden exekutieren, ihnen ihre Wohnhäuser und sonstige Wertgegenstände abnehmen und versteigern, um ihr zuvor wertloses Luftgeld in reale Güter umzuwandeln.

    Was wir in Zukunft noch tun müssen ist uns selber zu kontrollieren,,,auf unsere Wünsche konform reagieren,,,so das sich nicht wieder alles wiederholt…

    Das Geld zählt nicht ,,sondern die Taten die wir dadurch machen…

    Also macht euch gedanken für die Zukunft…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.